Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck (v)

wolfgang lange

Was aber ist Dreck? Materie am falschen Fleck, heißt es, zunächst und vor allem. Dreck ist ein Stück Materie, das sich aus dem Zusammenhang, in den es recht eigentlich gehört, gelöst hat und an einer Stelle begegnet, an dem seine Anwesenheit als ungehörig oder störend empfunden wird. Was Dreck im einzelnen je ist, hängt von den Standards ab, die in einer Gesellschaft angelegt werden. Was geht in Ordnung, was nicht? Ist das wirklich sauber? Alles eine Frage der Hygiene.

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tado ink • 30.11.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Gänse

Nach Brehms Tierleben

Die Gänse (Anserinae), eine über die ganze Erde verbreitete Unterfamilie der Gänsevögel, unterscheiden sich von den Schwänen durch gedrungenen Leib, kurzen Hals, kürzeren Schnabel und höhere, mehr in der Mitte des Leibes eingelenkte Beine. Der kaum kopflange Schnabel ist oben und unten in einen breitgewölbten, scharfschneidigen Nagel ausgezogen, seitlich mit harten Zähnen bewaffnet, der Fuß mit vollen Schwimmhäuten ausgerüstet und mit kurzen starken Krallen versehen. Das Kleingefieder ist außerordentlich weich und dicht, das Dunengefieder sehr entwickelt. Die Geschlechter unterscheiden sich wenig.

Gänse

Kneeb Wenedikt Kommandor: Gänse (Anserinae) | 2016

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tado ink • 13.11.2016 | Kunstkammer | Kommentieren
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Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck (iv)

wolfgang lange

Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck (iv)

Und dann dachte er: Singapur, wenn es einen Ort gibt, dessen Atmosphäre das gerade Gegenteil zu der Moskaus vorstellt, dann Singapur, oder vielleicht besser noch eine der Shopping-malls, die er von Kalifornien her kannte, die Santa Barbaras etwa oder Stanfords. Absolut reinlich, aseptisch nachgerade. Nicht so Moskau. So futuristisch die Kapitale architektonisch scheint, das Klima und die Atmosphäre der Stadt wirken nicht gerade reinlich, erregen, wie die Lebenswelt Moskaus überhaupt, den Verdacht, alles andere als sauber zu sein. 

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tado ink • 10.11.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck (iii)

wolfgang lange

Der Horizont war vom Schreibtisch aus nicht zu sehen. Vor ihm erhob sich wie eh und je der Johannisberg im Teutoburger Wald, feucht, dunkel und kühl, trotz der Hitze, die auf und über ihm und dem Hinterhof lag, auf den er schaute. Auf dem Tisch vor ihm lag ausgebreitet der Stadtplan, den er von seiner russischen Reise mit nach Hause gebracht hatte: Moskau City/"Boomtown".

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tado ink • 02.11.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Hirsche

Nach Brehms Tierleben

Keine einzige Gruppe der ganzen Ordnung läßt sich leichter kennzeichnen als die Familie der Hirsche ( Cervina). Sie sind geweihtragende Wiederkäuer. Mit diesen Worten hat man sie hinlänglich beschrieben; denn alles übrige erscheint dieser Eigentümlichkeit gegenüber als nebensächlich.

Hirsche

Kneeb Wenedikt Kommandor: Der Edelhirsch (Servus elaphus L.) | 2016

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tado ink • 26.10.2016 | Kunstkammer | Kommentieren
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Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck (ii)

wolfgang lange

Alles in allem war er kaum mehr als 10 Tage fort gewesen. Drei Tage Moskau, sieben Tage St. Petersburg, hinzu kam der eine oder andere Ausflug ins Umland der Metropolen. 10 Tage unterwegs in den Weiten Rußlands – eine Stippvisite, nicht mehr.

Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck (ii)

Ilja Sergewitsch Glasunow: Blick auf das alte Moskau | ca. 1979

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tado ink • 19.10.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Diesseits des Kremls: Moskau im Dreck

wolfgang lange

Das Fazit, das er noch auf dem Rückflug gezogen hatte, war nicht eben glänzend ausgefallen: Moskau stinkt, Rußland strotzt vor Dreck.

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tado ink • 12.10.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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The New Fragance

Kenzo World

Und zur Entspannung in diesen turbulenten Zeiten mal wieder ein wenig Werbung, diesmal von Kenzo:

 

tado ink • 22.09.2016 | Lichtspiele | Kommentieren
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Wozu Berufspolitiker?

Überlegungen

Ich hörte dieser Tage, die Regierung, insonderheit deren Chefin, erachte die Resolution, die im Bundestag zum Völkermord an den Armeniern verabschiedet wurde, für sich und die Regierung der Bundesrepublik Deutschland nicht als bindend; es handele sich, ließ sie durch ihren Pressesprecher wissen, nur um eine Resolution von Abgeordneten, nicht aber um ein Gesetz. Oh, là là dachte ich. Jetzt kracht’s im Parlament.

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tado ink • 12.09.2016 | Logbuch | Kommentieren
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Unter dem Schatten der Schwerter

Ein Bericht

Es geschah an einem ganz gewöhnlichen Wochentag, an einem Dienstag im Juli. Die Messe, die Père Jacques Hamel an diesem Morgen unweit von Rouen las, war nicht eben gut besucht. Auf den Bänken der kleinen Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray, hatten sich gerade mal fünf Gläubige eingefunden, allesamt betagt –, wie Pfarrer Hamel auch, der sich lange schon im Ruhestand befand, aber stets bereit war auszuhelfen, wenn Not am Manne war –, wie eben jetzt, da die großen Ferien angebrochen waren.

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tado ink • 16.08.2016 | Frontberichte | Kommentieren
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Lang lebe der Tod

Casper

Ihr habt es so gewollt.

Wer? Wir?

Gute Frage.

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Und damit schalten wir um zur Werbung: 

 

tado ink • 22.07.2016 | Lichtspiele | Kommentieren
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Ich sah Charlize Theron dieser Tage

Schnappschüsse. Souvenirs (ii)

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Ich sah Charlize Theron dieser Tage

Kneeb Wenedikt Kommandor: Affiche oder die Versuchung | 2016

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tado ink • 15.06.2016 | Lichtspiele | Kommentieren
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Ich sah Charlize Theron dieser Tage

Schnappschüsse. Souvenirs

Als wir ankamen, waren die besten Plätze bereits besetzt. Es war gegen 16 Uhr, Cannes, Freitag, der 20. Mai diesen Jahres. Wir sondierten kurz das Terrain vor dem Festivalpalais: Damen mittleren Alters saßen auf mitgebrachten Hockern am Rande des roten Teppichs, Alben und Stifte auf den Schößen; überall standen Leitern herum, reserviert für Photographen, die sich weiß Gott wo herumtrieben. Also entschieden wir uns, zuerst einmal ein wenig über die Croisette zu streunen. Bing Bling allerorten. Rechtzeitig zur Gala waren wir wieder zurück. Auf dem Programm: die Premiere von Sean Penns Film »The Last Face«. Gespannt harrten wir der Dinge, die da kommen sollten.

 

Ich sah Charlize Theron dieser Tage

Kneeb Wenedikt Kommandor: Ich sah Charlize Theron dieser Tage | 2016

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tado ink • 15.06.2016 | Lichtspiele | Kommentieren
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Der Ginster oder die Blume der Wüste

Giacomo Leopardi

Καὶ ὴγάπησαν οἱ ἄνϑρωποι μᾶλλον τὸ σκότος ἢ τὸ φῶς.

Und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht. Joh. 3. 19.

 

Hier auf dem kahlen Rücken
dieses formidablen Berges
des Verwüsters, des Vesuv,
wo sonst weder Baum noch Blume sprießen,
treibst du einsam wuchernd Zweig und Blüten aus,
Reich duftender Ginster,
dir selbst genug in dieser Wüstenei.

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tado ink • 09.06.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Pfingsten an der Flämischen Kappe

14./15. Mai 2016

Wir hängen weiter an der Flämischen Kappe ab. Unsere Lage: 44 Grad 10' nördlicher Breite, 66 Grad 2' westlicher Länge. Die Mannschaft ist wohlauf, das Offizierskorps nicht minder. Die Fischgründe sind derart üppig, dass es nicht den geringsten Grund für uns gibt, die erreichte Position zu ändern. Überhaupt, je länger wir hier an der Kappe kreisen, um so weniger verstehe ich, weshalb man glaubt, einzig und allein in und durch die Veränderung aller Dinge und Verhältnisse käme die Menschheit voran. Was für eine Idiotie! Nichts gegen Goethes ›Stirb und werde‹, aber der auf dem Festland herrschende Zwang, sich und die Welt jeden Tag neu zu erfinden, ist ebenso aberwitzig wie der primitiver Gesellschaften, alles so zu belassen, wie es die Ahnen eingerichtet haben. Auf den Augenblick kommt es an und das rechte Maß, versteht sich.

 

Pfingsten an der Flämischen Kappe

Kneeb Wenedikt Kommandor: Lukas’ Mauer | 2016

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tado ink • 15.05.2016 | Logbuch | Kommentieren
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Er schwebte hoch über London

Salman Rushdie

Er schwebte hoch über London! Haha, jetzt konnten sie ihm nichts mehr anhaben, die Teufel, die in jenem Pandämonium auf ihn eingestürmt waren! Er blickte hinab auf die Stadt und sah die Engländer. Das Problem mit den Engländern war, daß sie Engländer waren: verdammt kalte Fische! Leben die meiste Zeit des Jahres unter Wasser, und ihre Tage sind dunkel wie die Nacht! Also: jetzt war er hier, der große Umgestalter, und diesmal würde sich einiges ändern – die Naturgesetze sind die Gesetze ihrer Veränderung, und er war derjenige, der sie sich zunutze machen würde! Jawohl: diesmal Klarheit.

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tado ink • 08.05.2016 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Apropos Panama

Was es mit gewissen Papieren auf sich hat

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tado ink • 27.04.2016 | Lichtspiele | Kommentieren
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Deutsche Zustände

Beobachtungen. Bemerkungen | 3. Lieferung

Als mir zu Ohren kam, dass Kanzlerin Merkel zu Ostern auf Gomera weilte, um mit ihrem Mann zu wandern, war ich zuerst überrascht, dann aber dachte ich: passt doch. Wo sonst, wenn nicht auf dieser Trauminsel aller Alt- und Junghippies sollte die mächtigste Frau der sogenannten »Hippie-Republik« Deutschland auch ihre Ferien verbringen.

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tado ink • 18.04.2016 | Frontberichte | Kommentieren
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Paris zwischen den Jahren

Notizen

Glatt und sauber in Paris eingelaufen. Kein Stau, keine Karambolage, ein ruhiger steter Ritt bis an die Seine. Unterwegs, auf der Fahrt von Straßburg, die Mühle passiert, an der die Kanonade von Valmy stattfand, unmittelbar hinter der Grenze, kurz nach Kehl, auf dem Grünstreifen am Straßenrand eine Frau gesehen, unbestimmten Alters, die dort, leicht bekleidet mit einem roten Minirock und einer schwarzen Lederjacke, rittlings auf der kalten Erde saß, die Beine gespreizt, ausdruckslos in die Gegend stierend. Alles wie gehabt also.

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tado ink • 16.03.2016 | Kunstkammer | Kommentieren
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Deutsche Zustände

Beobachtungen. Bemerkungen | 2. Lieferung

Anläßlich des Internationalen Weltfrauentages begab sich eine Gruppe Kulturschaffender, begleitet von einem Tross an Journalisten, zum Bundeskanzleramt, um der Hausherrin als Dank für ihre couragierte Haltung in der Flüchtlingsfrage einen riesigen Strauß roter Rosen zu überreichen. Angela Merkel hatte zwar keine Zeit, das Gebinde persönlich entgegenzunehmen, die Initiatoren der Aktion aber, Regina Ziegler und Volker Schlöndorff, liessen über den Portier, der die Rosen in Empfang nahm, ausrichten, zu ihrem ›Wir schaffen das‹ gebe es keine Alternative.

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tado ink • 09.03.2016 | Frontberichte | Kommentieren
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Der eiserne Kanzler

Kneeb Wenedikt Kommandor

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Der eiserne Kanzler

Kneeb Wenedikt Kommandor: Der eiserne Kanzler | 2016

tado ink • 18.01.2016 | Kunstkammer | Kommentieren
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Deutsche Zustände

Beobachtungen. Bemerkungen

Ich weiß gar nicht, weshalb man sich über die Ereignisse, die sich zu Silvester auf der Kölner Domplatte und andernorts abspielten, so empört. Wer will es jungen Männern verdenken, dass sie sich deutschen Mädchen gegenüber, gelinde gesagt, anzüglich verhalten und ihnen das eine oder andere Spielzeug abnehmen, wo sie doch von eben diesen bei ihrer Ankunft schwärmerisch wie Rockstars begrüßt und mit Geschenken geradezu überhäuft wurden. – Ein Kommunikationsproblem also, nicht mehr, nicht weniger, das aufzuklären man getrost unseren Experten für interkulturelle Begegnungen und dem auf dem Parteitag der Grünen bereits avisierten Ministerium für Integration überlassen darf.

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tado ink • 08.01.2016 | Frontberichte | Kommentieren
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Das Märchen von der Gänsefeder

August Hermann

Für R.

An einem dieser Tage, da das Wünschen noch geholfen hat, lebte fernab in den Bergen ein Knabe, der ein äußerst armseliges Dasein führte; es war derart armselig, dass selbst der Mond auf seiner Bahn nie noch ein Schluchzen unterdrücken konnte und jedes Mal eine fette Träne vergoss, wenn er den Jungen des Nachts auf Erden wandeln sah. Getauft war der Knabe auf den Namen Ulrich Theodor, im Dorfe aber nannten ihn alle nur Duri, weil das einfacher für die Leute war und sie ihn so schneller rufen konnten, wenn sie etwas von ihm besorgt haben wollten. Und das wollten sie fast immer.

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tado ink • 25.12.2015 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Kein Mensch ist eine Insel

John Donne

Kein Mensch ist eine Insel, vollständig für sich allein; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil der Heimat. Wenn ein Erdkrumen durch die See weggewaschen wird, erleidet Europa einen Verlust, gleichwie als ob es ein Vorgebirge wäre, gleichwie als ob es das Anwesen einer deiner Freunde oder deiner selbst wäre: eines jeden Menschen Tod zehrt mich auf, verstrickt wie ich bin in die Menschheit. Und deshalb, nie noch gesandt zu wissen, wem die Glocke schlägt; sie schlägt für Dich.

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tado ink • 08.12.2015 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Si jamais j’oublie

ZAZ

Den Toten und Verwundeten von Paris (13. November 2015), San Bernardino (2. Dezember 2015), London (5. Dezember 2015), ...

 

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tado ink • 28.11.2015 | Frontberichte | Kommentieren
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